Zwei Wochen nach der Inventur liegt der Handheld wieder im Regal, und niemand fragt sich, wie es dem Akku geht. Genau dort entstehen die Schäden, die Du Monate später merkst: Das Gerät startet morgens nicht, hält den Vormittag nicht durch oder schaltet sich beim Scannen einfach ab. Ein Lithium-Ionen-Akku nimmt es übel, wenn er vollgeladen oder tiefentladen in der Ecke liegt. Für die Pause gilt deshalb ein klarer Ablauf, den Du einmal festlegst und dann jedes Jahr wiederholst.
Der richtige Ladestand vor der Pause
Lager Dein Gerät nicht mit vollem Akku ein, aber auch nicht leer. Ein Ladestand zwischen 40 und 60 Prozent ist für längere Standzeiten der beste Kompromiss. In diesem Bereich ist die Zellspannung niedrig genug, dass der Akku nicht unter Dauerstress steht, und hoch genug, dass er nicht in die Tiefentladung rutscht. Ein Gerät, das Du mit 100 Prozent in den Schrank legst, verliert über Monate an Kapazität. Ein Gerät, das Du bei fünf Prozent weglegst, kann beim nächsten Einschalten gar nicht mehr reagieren, weil der Akku unter die Schutzschwelle gefallen ist.
Praktisch heißt das: Vor der Einlagerung lädst Du den Handheld an, bis er etwa die Hälfte zeigt, und ziehst das Kabel dann ab. Wer den genauen Stand sehen will, schaltet das Gerät kurz ein, prüft die Anzeige und fährt es wieder herunter. Für die Einlagerung selbst ist das Ausschalten die bessere Wahl als der Standby, weil im Standby weiter Strom fließt und die Ladung unbemerkt absinkt.
Der Ort entscheidet mit
Ein Handheld ist kein Lagerartikel, der irgendwo hinpasst. Such Dir einen Platz, der trocken ist und nicht in der prallen Sonne liegt. Ein Regal im beheizten Büro ist besser als eine Kiste im unbeheizten Lager, in der es im Winter kalt und im Sommer heiß wird. Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt und dauerhafte Hitze über 30 Grad stressen die Zellen. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle: Unter 60 Prozent relativer Feuchte bleibt die Elektronik sauber, darüber kann sich Kondenswasser bilden, wenn das Gerät aus der Kälte in einen warmen Raum kommt.
Nimm den Akku nicht heraus, wenn das Gehäuse dafür nicht vorgesehen ist. Bei den meisten MDE-Geräten sitzt er hinter einer verschraubten Klappe oder ist fest verbaut. Ein gewaltsam geöffnetes Gehäuse ist ein größeres Risiko als die Lagerung selbst. Wenn Du das Gerät in einer Tasche oder im Lieferkarton aufbewahrst, leg es nicht unter schwere Gegenstände. Display und Scanfenster sind die empfindlichsten Stellen.
Alle paar Monate nachladen
Auch ein gut gelagerter Akku entlädt sich langsam von selbst. Deshalb braucht Dein Handheld einen festen Termin im Kalender. Alle zwei bis drei Monate kommt es für eine kurze Runde in die Ladestation, bis es wieder bei etwa 50 bis 60 Prozent steht, danach wird es erneut ausgeschaltet und weggeräumt. Dieser Rhythmus verhindert, dass die Ladung unbemerkt in den kritischen Bereich fällt. Wer mehrere Geräte für Inventuren vorhält, sollte sie im Kreis tauschen: Das Gerät, das in dieser Saison nicht gebraucht wird, geht in die Pause, das andere kommt in den Einsatz. So verteilt sich die Nutzung, und kein Akku steht jahrelang still.
Ein Hinweis zum Ladegerät: Nutze das Originalnetzteil oder ein Ladegerät mit passender Spannung. Ein fremdes Netzteil mit zu hoher Spannung kann die Ladeelektronik beschädigen, und das merkst Du oft erst beim nächsten Einsatz. Wenn Dein Gerät über eine Dockingstation geladen wird, prüfe vor der Einlagerung, ob die Kontakte sauber sind. Staub auf den Kontaktstiften führt zu schlechtem Kontakt und längerer Ladezeit.
Vor dem ersten Einsatz nach der Pause
Wenn Du das Gerät nach Monaten wieder hervorholst, lade es erst vollständig auf, bevor Du es in den Betrieb nimmst. Prüfe dann die Uhrzeit und das Datum, denn viele Handhelds verlieren diese Information, wenn der Akku lange nicht geladen wurde. Ein kurzer Testscan zeigt, ob der Scanner noch sauber liest. Bei Geräten, die an ein Kassensystem oder eine Warenwirtschaft angebunden sind, lohnt sich ein Blick in die Verbindungseinstellungen, bevor der erste Mitarbeiter damit loszieht.
Für die tägliche Arbeit mit mobilen Geräten findest Du weitere Hinweise in unserem Beitrag zur Lagerung von Handhelds. Wenn Du ein Gerät suchst, das zu Deinem Kassen- oder Warenwirtschaftssystem passt, schau Dir unsere Praxisbeispiele zu Kassensystemen an. Und falls Du unsicher bist, ob Dein Akku noch in Ordnung ist: Bei uns kannst Du ein Gerät testen, bevor Du Dich entscheidest, und unsere Technikabteilung prüft Dein vorhandenes Gerät auch nach der Garantie.
Du willst Deinen Handheld oder ein Ersatzgerät erst im Einsatz sehen? Dann sprich uns an, wir zeigen Dir die Geräte im Showroom in Recklinghausen oder schicken Dir ein Testgerät. Bei Fragen hilft Dir unser Team jederzeit weiter.
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